Trick77 für IMAP bei Serverwechsel

Roberto Mazzoni  April 28 2011 07:00:00 AM
Ueber die Osterfeiertage haben wir auf den Servern Unterhaltsarbeiten durchgeführt. Während solcher Arbeiten steht jeweils ein Server im Cluster nicht zur Verfügung und IMAP Clients, Webmail und der Lotus Client werden einfach, für den Benutzer fast ohne Auswirkungen, bei Unterhalt ihres Homeservers statt mit dem Homeserver mit dem zweiten Server im Cluster verbunden.

Bei gewissen IMAP Clients (wir hören das vor allem von Outlook) kann es dazu führen, dass jeweils nicht mehr alle E-Mails angezeigt werden. Anfragen tönen dann so:
Leider kam es immer wieder vor, dass die Mails mit IMAP nicht richtig zur Verfügung standen (d.h. neue Mails kommen herein, aber die Mails der letzten Tage, die bereits runtergeladen wurden, werden nicht mehr angezeigt - im Webmail dagegen schon). Aber solange nichts verloren geht, kann ich damit umgehen :)

Verloren geht tatsächlich nichts. Was jeweils geschieht, ist dass beim Wechsel von einem Server auf den anderen der Index und der Cache im E-Mail Client neu aufgebaut werden müsste. Das machen die Clients aber nicht immer oder nicht immer sauber, denn sie merken nicht, dass sie nicht mit dem üblichen Server verbunden sind.
Bei gewissen Clients wie Thunderbird kann einfach von Hand für jeden Ordner der Index neu generiert werden und so das Problem einfach gelöst werden. Man wählt mit der rechten Maustaste bei selektiertem Ordner „Properties“ oder „Eigenschaften“ und kann dann denn Index neu bilden.



Image:Trick77 für IMAP bei Serverwechsel
Rebuild Index in Thunderbird



Wo diese Option fehlt, hilft ein anderer Trick. In der IMAP Konfiguration ändert man einfach den Servernamen für eintreffende E-Mail temporär von imap.uzh.ch auf imap.lotus.uzh.ch. Dann geht der E-Mail Client davon aus, dass die E-Mail von einem anderen Server geholt wird und baut die lokalen Indexes und Caches neu auf. Unmittelbar danach wird der Incoming Servername wieder von imap.lotus.uzh.ch auf die Default Konfiguration imap.uzh.ch geändert. So ist sichergestellt, dass wirklich die offiziell publizierten Servernamen eingestellt sind und alle E-Mails erscheinen wieder im Client. Sozusagen alle Eier sind wieder gefunden und keines im Versteck liegen geblieben. Danke für den Tipp, Peter.

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