Heinzarmee

Roberto Mazzoni  December 20 2012 11:11:21 PM
Für einmal kommt Lotus oder Notes in diesem Beitrag nur einmal vor. Das war's auch schon.

Heinz, dieses Mal nicht der Heinz, der schon Eingang in diesen Blog gefunden hat, hat heute zu seinem Abscheidsapéro an der UZH eingeladen. Er tritt in den verdienten Unruhestand und weil die Welt, glaubt man gewissen Exponenten, morgen untergehen soll, sei Dir Heinz mein Dank für Deine Einladung auf diesem Weg mitgeteilt.

Du hast mich heute als Repräsentanten für Deine Arbeitskollegen an der UZH eingeladen. Dass Du mich dann aber so über alle Masse ins Zentrum ger ückt hast, hat definitiv von Deinen Leistungen im letzten viertel Jahrhundert abgelenkt. Mich hat nicht nur berührt, dass Du mich zusammen mit Ueli erw ähnt hast. Ueli, der bei den Informatikdiensten nicht nur für die Bibliothekssysteme Unglaubliches geleistet hat und auf den wir, auch in seinem Unruhestand, gerne zurückgreifen. Mich hat auch beeindruckt, wie Du einmal mehr Deine Leistungen in den Hintergrund gerückt hast, andere auf den Schild gehoben hast. Dein Team hat mit der Heinzarmee eindrücklich den Beweis Deiner Wertschätzung erbracht und gleichzeitig einen Steilpass für das Schweizer Fernsehen geliefert, wie die Diskussion für den Eurovision Song Contest Beitrag der Schweiz gelöst werden kann.
Image:Heinzarmee
Heinz, dem Blues der Heinzarmee lauschend.

Ich durfte im Januar eine ähnliche Wertschätzung von meinen Mitarbeitenden erfahren und das sind Momente, die prägend sind und für viele Mühen entschädigen. Hätte ich gewusst, dass Du mich an Deinem Abschied auf unsere Zusammenarbeit so eingehst, ich hätte mit Stolz das T-Shirt getragen, das Dir zu Ehren hier abgebildet sei. Ich bin stolz darauf, DICH zu kennen.
Image:Heinzarmee
Ich kenne Heinz

Du hast in Deiner Rede einige Dienstleistungen erwähnt, die unsere Zusammenarbeit geprägt haben. Google liefert heute noch 498 Treffer bei einer Abfrage nach rzubiz, in einem davon ist nachzulesen:

"Während die Anzahl der rzubiz-Aufrufe im Jahr 1993 rund 78 000 betrug, stieg die entsprechende Zahl im Jahr 1994 auf 122 000."


Damals beeindruckende Zahlen. Wird nach den Begriffen ZORA und UZH gegoogelt, liefert das nicht weniger als 231'000 Treffer. Dein Name liefert 77'800 Treffer, wird weniger häufig gefunden als vor bald 20 Jahren rzubiz genutzt wurde, taucht dafür an fünfter Stelle mit einem Treffer aus Facebook auf. Was Du aber heute verschwiegen hast: rzubiz wäre ohne Deine Initiative und Dein Engagement nicht entstanden, ZORA hätte sich ohne Dein und Ingeborgs Engagement nicht zu der Open Access Plattform entwickelt, auf welche die Universität Zürich mit Stolz blicken kann. Wie Du heute gesagt hast, Du hast Dein Team gebraucht, aber die HBZ und die elektronische Bibliothek hat auch Dich gebraucht! ZORA wird noch weitere Jahre die UZH prägen, Studierende werden nie wissen, auf wessen Initiative die von ihnen genutzten Arbeitsplätze am Strickhof zurückgehen. Du hast die Weichen auch für die Zukunft stellen können, meine Töchter werden diese Leistungen wie selbstverständlich nutzen. Hut ab, Heinz!

Ein Nachweis möchte ich Dir nicht länger schuldig bleiben. Unsere Zusammenarbeit dauert wirklich schon 30 Jahre. Du hast heute in Frage gestellt, ob ich wirklich bei Dir studiert habe. Vor 30 Jahren gab es weder Bologna noch Modulbuchungen, dafür Testathefte. In einem Mäppli (...) habe ich in meinem Testatheft Deine Unterschrift zur Veranstaltung 1409, Einführung in das Studium der Geschichte, 1. Teil gefunden. Bliebe also nur noch die Frage, ob ich mich auf Grund dieser Veranstaltung den Naturwissenschaften zugewandt habe ;-)
Image:Heinzarmee
Testatheft mit Bestätigung des Besuchs der Vorlesung von Heinz

Nachdem ich heute noch gehört habe, dass unsere ersten Gemeinsamkeiten eigentlich auf 40 Jahre zurückgehen, nehme ich Dir Deine Zusage für ein Treffen im Davoser Skigebiet mit Besuch des Hotel Schatzalp als Versprechen ab.

Ich wünsche Dir, Deiner Familie und auch Euch Lesern erholsame und frohe Festtage und ein ausgezeichnetes neues Jahr.

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