Ein Sonntag an der Lotusphere

Roberto Mazzoni  January 17 2010 09:15:13 PM
An all den WWW-Konferenzen, die ich bereits besucht habe, war die Zusammenstellung des Programms immer eine mühsame Übung. Einzig an der Konferenz in Santa Clara 1997 stand so etwas wie ein Planungswerkzeug zur Verfügung. Ganz anders an der Lotusphere. Hier steht den Besuchern eine Lotus-Datenbank zur Verfügung, welche auf den eigenen Lotus Notes Client kopiert wird und die Daten mit der Konferenzdatenbank repliziert. Veranstaltungen können in den eigenen Kalender übernommen werden und so das Programm zusammengestellt werden. In Lotus Notes kann ich so auf dem Mac meinen Fahrplan elegant zusammenstellen, aktualisieren und mit unseren Servern replizieren. An der Konferenz unterwegs habe ich dank unserem Traveler Server den Kalender auf meinen iPhone immer aktualisiert dabei. Und ja, es gibt auch eine iPhone Applikation, mit welcher das Konferenzprogramm abrufbar ist, auch ohne Internet Zugang. Und ein optimierter Webzugang für das  iPhone. Nicht das einzig Ueberwältigende, was hier mit Hilfe von Lotus demonstriert wird.

Was Lotusphere auch von den WWW-Konferenzen unterscheidet: als ich um 6:10 mein Hotelzimmer verlassen habe, war ich keineswegs der Einzige. Ich habe noch an keiner anderen Konferenz so viele Leute so früh am Morgen unterwegs gesehen. Nicht zum Joggen, sondern um an die Veranstaltungen zu gelangen. Ich wurde gewarnt, dass dies eine harte Woche werden würde, das zusammengestellte Programm lässt nichts anderes erwarten.

Die Umgebung hier in Orlando entspricht dem Märchen, welches Disney hier in Disney World für die Menschen baut. Weit weg von der Realität, eine nicht reale Traumwelt. Real ist die perfekte Organisation, das können die Amerikaner. Offensichtlich können sie auch locker wie gestern Abend ein Terminal am JFK Flughafen räumen. Zum Glück sind wir über Atlanta geflogen und zu meinem Erstaunen haben wir den Anschlussflug nicht verpasst, obwohl wir nur 90 Minuten Zeit hatten, um die Einreisekontrollen hinter uns zu bringen und die Fingerabdrücke in den USA zu deponieren.
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